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WB-Stelle in Berlin  

Das MVZ Psychische Gesundheit Dr. Panitz in Wilmersdorf/ Bundesplatz bietet in seinem

freundlichen Kollegium ab März/April 2019 eine Halbtagsanstellung für WB Assistenten/in

bei WB-Befugnissen für Psychosomatische Medizin/Psychoanalyse/
Psychotherapie

Bewerbungen an E-Mail:  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

oder Telefon 030/ 85401481


   

Anmeldung für Mitglieder des BDPM

   

News: Neue Möglichkeiten der Honorarverteilung

Details

Es wird viel in Bewegung kommen.

Das neue GKV-VG eröffnet mit der Regionalisierung und den gestärkten Verhandlungspositionen der KVen völlig neue Möglichkeiten der Honorarverteilung: Nutzen wir diese!

Für die Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gibt es Wege, endlich die längst überfällige Eigenständigkeit in der Systematik der fachärztlichen Versorgung zu erlangen. Dass dies noch nicht umgesetzt ist, ist dem berufspolitischen Vakuum der letzten Jahre unter nervenärztlicher und psychiatrischer Ägide zuzuschreiben, worunter das Fachgebiet langsam aber sicher in die Selbstabwicklung oder die Unterwerfung in einen Common Trunk gleitet: ein Teilgebiet der Psychiatrie, in der Systematik den Psychologen gleichgestellt. Das ist der jetzt ankommenden Generation jüngerer Kollegen, die die Facharztweiterbildung absolviert haben, schwer zuzumuten, den Kollegen in Weiterbildung schlichtweg nicht vermittelbar und im Übrigen für die älteren Kollegen nicht besonders attraktiv, wenn Sie für Ihre Praxen bei deren Aufgabe vergleichsweise angemessen vergütet werden wollen.

Der BDPM tritt für eine eigene Bedarfsplanung und die gesicherte fiskalische Implementierung im KV-System ein. Dabei ist es das erklärte Ziel, die bestehenden Ungleichbehandlungen zu anderen Fachärzten zu beseitigen. Daher hat der BDPM bereits jetzt Klage eingereicht gegen die ungerechtfertigten Benachteiligungen gegenüber anderen Fachärzten, beispielhaft den Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie. Diese sind unsere natürlichen Nachbarn, mit denen wir zukünftig in gleicher Augenhöhe gemeinsame berufspolitische Ziele entwickeln, zum Wohl und Fortkommen Beider.  Hier sind Synergien nutzbar zu machen.

Der überwiegende Teil der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie findet im ambulanten Sektor statt. Das unterscheidet uns von vielen anderen Fachärzten. Die augenblickliche Systematik erlaubt aber kaum die Anstellung von Weiterbildungsassistenten. Ein Grund dafür ist die grundlose Benachteiligung im Zugriff auf die Richtlinientherapie, wieder im Vergleich zu Psychiatern oder Nervenärzte, die sehr wohl dadurch weiterbilden können. Hierbei ist Abhilfe zu schaffen, was ab 2012 regional möglich sein wird. Flankiert wird dieses Anliegen ebenfalls durch die Klage.

Ein Beschluss des Bewertungsausschusses hat seit 1.10.2010 eine kommunizierende Röhre zwischen der genehmigten Richtlinienpsychotherapie aller Fachgruppen und den nicht-genehmigungspflichtigen Leistungen der Arztgruppe, die der Zeitkapazitätsgrenze unterliegen, implementiert. In 4 KV-Bereichen ist das Geld bereits so knapp geworden, dass dieser Mechanismus greift: die Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, als diejenige Gruppe, die die meisten Punkte nicht genehmigungspflichtiger Leistungen aus Kapitel 22 einbringen, subventionieren dort bereits als Nettozahler die Richtlinienpsychotherapie und Probatorik anderer Fachgruppen. Hier müssen jetzt Modelle der Sicherung vor dem Ausverkauf der Facharztleistungen entwickelt und mit den jeweiligen KVen verhandelt werden. Damit stünden auch für Länder, die diese Regelung noch nicht betrifft, im Ernstfall Orientierungsmodelle zur Verfügung. Die für alle KV-Bereiche festzustellende Tendenz der Ausweitung genehmigungspflichtiger Psychotherapie fordert alle Länder dazu auf, Vorbereitungen zu treffen.

Für die 4 betroffenen KV-Bereiche heißt das jetzt bereits, dass neue Wege eingeschlagen werden müssen, da der einzige gesetzlich implementierte Grundsatz der Kalkulierbarkeit des Umsatzes nicht mehr gegeben ist – außer man verzichtet auf die Abrechnung Kapitel 22 und wickelt sich so selbst ab.

Die Quotierung der nicht genehmigungspflichtigen Leistungen ist in seiner Rechtmäßigkeit anzuzweifeln. Das tun wir auch, auch das wird Klagebestandteil sein. Doch wäre es fatal in der Position der Nicht-Abrechnung zu verharren, weil dies uns später vernichtend auf die Füße fallen würde. Die Spielregeln der KV, die in der Mengensteuerung immer auf Vorjahre rekurriert, erfordert immer eine Vorleistung mit einer guten Portion Idealismus, wenn man später ernten will. Diese Systematik – denke man von ihr, was man wolle – bestraft aber den Nicht-Erbringer mit Aushungern noch Jahre danach. Deshalb werden wir politisch in den KVen handeln müssen, bevor entsprechende Urteile gefällt werden.

Wir haben in den vergangenen Monaten differenzierte Widersprüche für Fachärzte und ausschließlich psychotherapeutisch tätige Ärzte mit rechtsanwaltlicher Hilfe erarbeitet, die Quartalsgenau den Entwicklungen angeglichen sind. Diese stehen im Mitgliederbereich zum Download bereit.

Der BDPM vertritt ebenso engagiert die ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Ärzte, sowie die Ärzte mit „fachgebundener“ Psychotherapie.

Immer selbstverständlicher wird die Bezeichnung Psychotherapeut von Psychologischen Psychotherapeuten in Anspruch genommen und somit ein Alleinvertretungsanspruch suggeriert und etabliert. Die bereits alarmierend niedrige 20%-Quote für Ärztliche Psychotherapeuten läuft 2014 aus. Damit besteht akute Abwicklungsgefahr auch hier! Die Ärztliche Psychotherapie muss als fester Bestandteil der psychotherapeutischen Versorgung gesichert werden.

Die Gruppe der hochqualifizierten Ärzte mit „fachgebundener“ Psychotherapie, die neben Ihrem somatischen Schwerpunkt Psychotherapie erbringen, ist ganz besonders benachteiligt. Dies beruht auf einer Gesetzesgrundlage in §87b SGBV, die auch im Rahmen der Gesetzesnovellierung Bestand haben soll. Alleine die Diskriminierung in der Bezeichnung gehört einfach nur abgeschafft. Allerdings gibt es Kräfte, die der „fachgebundenen“ Psychotherapie durch Aberkennung der Richtlinienfähigkeit den Todesstoß verpassen wollen. Das muss verhindert werden! Auf Landesebene muss in den jeweiligen KV-Bereichen eine Lösung gegen die vielerorts praktizierte fiskalische Vernichtung in QZVs gefunden und durchgesetzt werden.

Es gibt also große Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Es gibt gleichermaßen einen neuen Spielraum, der kreativ genutzt werden kann. Ein Bundesverband kann dazu nur prinzipielle Vorgaben vorschlagen, die Infrastruktur vorhalten und Koordinationsaufgaben übernehmen. Mit Inhalt, Ideen, Kreativität, Diversität, konstruktivem Dialog wird ein solches Unternehmen nur durch Sie und Ihre individuelle Mitarbeit und Ihr Engagement gefüllt werden können. Der Bundesverband und die Landesverbände stehen bereit, Sie mit allen Kräften dabei zu unterstützen.

Packen wir es gemeinsam an.

Dr. med. Christian Messer

(Vorsitzender BDPM)

   

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