BDPM e. V.
Ansbacher Str. 13
10787 Berlin

Tel:  030/61288300
Fax: 030/61288301

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Sie erreichen uns telefonisch 
montags bis freitags von
15:00 bis 18:00 Uhr.

Impressum

   

Jour fixe  

Am ersten Mittwoch jedes geraden Monats um 20:00 Uhr laden wir Mitglieder und Freunde herzlich in die Geschäftsstelle (Ansbacher Str. 13, 4. OG, 10787 Berlin) ein, um sich mit Kollegen über aktuelle Themen aus Praxis und Berufsalltag auszutauschen. Sollte der erste Mittwoch eines geraden Monats auf einen Feiertag oder in die Ferienzeit fallen, findet der Jour fixe am darauf folgenden Mittwoch statt. In den Sommerferien findet kein Jour fixe statt.

Die Termine für 2017:

01.02.2017 (fällt aus)
05.04.2017
14.06.2017
04.10.2017 (fällt aus)
06.12.2017

   

Anmeldung für Mitglieder des BDPM

   

Vergütung der Gruppenpsychotherapien

Details

Der Bewertungsausschuss hat jetzt einen Beschluss gefasst, der die Vergütung der Gruppentherapien ab 1.7.2017 regelt. Der Aufwand, der mit der Durchführung von Gruppentherapien verbunden ist, wird endlich angemessener anerkannt. Die Vergütung steigt mit der Anzahl der Teilnehmer. Große Gruppen lohnen sich im Vergleich zu kleineren Gruppen. Und: kleinere Gruppen lohnen sich auch deutlich im Vergleich zu Einzeltherapien. Zukünftig gibt die endstellige Ziffer der Gebührenordnungsposition die Anzahl der Patienten an, die tatsächlich an der Gruppentherapie teilgenommen haben. Die Mindestzahl beträgt 3, die Höchstzahl 9 Teilnehmer. Für eine Gruppensitzung mit 3 anwesenden Teilnehmern erhalten Sie ab 1.7.2017 beispielsweise rund 264 Euro, für eine mit 9 anwesenden Teilnehmern knapp 460 Euro. Dazwischen ist die Vergütung ganz grob gerechnet in 30-Euro-Schritten gestaffelt. Sie finden alle Details unter http://www.kbv.de/html/1150_28407.php . Es wird völlig neue Gebührenordnungspositionen ab 1.7.17 geben, die das abbilden: z.B. für TPT Gruppe Ziffern 35513 bis 35519. Die vorübergehend getroffenen Einteilung in kleine und große Gruppen entfällt dann.

Das hat entscheidende Vorteile:

·      Sie können Gruppen entsprechend Ihren Praxisabläufen aufbauen. Das verhindert ein Abspringen von Patienten, da Wartezeiten bis zum Zustandekommen einer größeren Gruppe wegfallen. In den psychodynamischen Gruppenverfahren werden Ihre Patienten bald erleben, dass jeder Neuankömmling ein Gewinn für den Gruppenprozess bedeutet.

·      Gruppe bedeutet jetzt im Vergleich zur Einzeltherapie immer einen ökonomischen Gewinn. Durch die Höherbewertung erreichen Sie zudem auch früher die Grenze für die Strukturzuschläge.

·      Gruppentherapie wird kalkulierbarer, da Sie unabhängiger vonambivalenten oder widerständigen Patienten werden. Es bleibt Ihnen darüber hinaus natürlich unbenommen, weiterhin Ausfallgebühren zu vereinbaren, was für die Kontinuität-Gewähr der Gruppenprozesse alleine inhaltlich begründbar und sinnvoll ist.

·      Sie können die Gruppengröße und -konzeption an Ihre räumlichen Gegebenheiten anpassen.

·      Sie bekommen eine flexible Möglichkeit, Sprechstundenpatienten selbst weiter zu versorgen.

 

Sprechstunde und Akutversorgung

Sprechstunde und Akutbehandlung sind selbstverständlicher Bestandteil ärztlicher Versorgung. Deshalb hat der BDPM die Sprechstunde und Akutbehandlung schon vor Jahren als ärztliche Aufgabe mit den 4 ärztlichen Kernkompetenzen definiert und in die Fachöffentlichkeit getragen: pharmakologische Kompetenz, sozialmedizinische Kompetenz, somatisch-medizinische Kompetenz und psychotherapeutische Kompetenz.

Daraus erwächst ein Handlungsauftrag, dem wir uns als ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten stellen sollten. Das Ausstellen einer AU, die Rezeptierung eines Medikaments, die Vervollständigung der somatischen Befunde sind charakteristische ärztliche Maßnahmen, die die Begriffe Sprechstunde und Akutbehandlung mit Inhalten füllen. Gleichzeitig können sie gewichtige Argumente liefern für spätere mögliche Wirtschaftlichkeitsprüfungen.  Wir empfehlen Ihnen sehr, am besten mit Dokumentation der 4 Kernkompetenzen, vom hochqualifizierten (fach-)ärztlichen Gespräch regen Gebrauch zu machen.

Bitte haben Sie keine übertriebenen Ängste vor Arzneimittelregressen. Es gilt der Grundsatz Beratung vor Regress! Das heißt: falls Sie Ihr Budget überschreiten, bekommen Sie erst eine Beratung. Frühestens ein Jahr nach Beratung können Regressforderungen überhaupt erst entstehen. Beim behutsamen und wirtschaftlichen Verordnen passiert in der Regel gar nichts, nicht einmal eine Beratung. Wenn Sie sich Generika-Verträgen, wie z.B. bei der Techniker Krankenkasse anschließen, verordnen Sie sogar völlig entspannt mit Null-Belastung für Ihr Budget.

Wir wollen sie ermutigen, die Möglichkeiten der Gruppentherapien, der Sprechstunde und Akutbehandlung zu nutzen. Wir empfehlen Ihnen bei laufenden Sprechstundenpatienten nach wie vor auch das Kapitel 22 und 23 abzurechnen. Die psychosomatische Kernziffer ist die 22221. Wir treten weiterhin für die angemessene Vergütung qualifizierter Leistung ein.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Wir werden am 28.6.2017 abends eine Infoveranstaltung zum Thema anbieten. Bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor, Sie erhalten rechtzeitig eine Einladung mit allen weiteren Informationen.

   

Kooperationen